Das Gottesbild im Islam


Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen!

 

Sprich: "Er ist Allah, ein Einziger (1), Allah, der Absolute, (Ewige, Unabhängige, von dem alles abhängt). (2) Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden (3), und Ihm ebenbürtig ist keiner." (4)

[Koran, Sure 112]

 

 

Das wichtigste Konzept des Islam und das Fundament aller seiner Prinzipien ist die Einheit Gottes (Tauhid). Dies ist die Grundlage des islamischen Gottesbilds: Es gibt niemanden, der mit Recht und Wahrheit angebetet wird, außer Allah (Gott). Somit verkörpert der Islam Monotheismus in seiner reinsten Form.

 

Es gibt einen grundsätzlichen Unterschied zwischen Allah, dem Schöpfer, und dem, was Er geschaffen hat. Der Himmel, der Mond, die Harmonie in der Natur, die Anmut und Schönheit des menschlichen Körpers und die Vortrefflichkeit des menschlichen Geistes, der Wechsel zwischen Tag und Nacht, der Wandel der Jahreszeiten, das Geheimnis des Lebens und des Todes - all diese Dinge deuten auf etwas hin, das größer ist als sie selber.

Das alles sind Zeichen, die auf einen allmächtigen Schöpfer hinweisen - Allah.

 

Allah darf mit nichts von dem, was Er erschaffen hat, gleichgesetzt werden. Er ist ALLMÄCHTIG und ALLWISSEND; Er steht über jeglicher Unvollkommenheit, Er ist die Verkörperung aller Vollkommenheit. Er ähnelt nicht seiner Schöpfung, gleichzeitig ist er aber kein ferner, grausamer Gott oder ein Ideal, dem man sich nicht nähern kann. Er ist ALLGÜTIG und ALLMITLEIDSVOLL.

 

Allah ist immer da. Er wurde nie gezeugt und hat weder Sohn noch Tochter gezeugt. Der Islam weist das Konzept einer Fleischwerdung Gottes, das im Hinduismus, Christentum und in anderen Religionen zu finden ist, energisch zurück, weil jedes Lebewesen Fehler macht, Gott aber absolut fehlerlos ist.

 

Allah ist vollkommen und ständig wirkend.

 

Jesus, Friede sei mit ihm, war nicht Sohn Gottes. Vielmehr wird er als einer von Allahs Gesandten und Propheten der Kinder Israels geehrt und geachtet. Das Konzept der Dreieinigkeit (Trinität) steht im Widerspruch zum reinen Monotheismus. Die Behauptung, dass Gott selbst die Gestalt von Jesus, Friede sei mit ihm, angenommen habe, damit die Menschen Ihn, Gott, erkennen könnten, lehnt der Muslim ab. Der Mensch kann Allah sehr wohl erkennen und sich Ihm nahe fühlen, indem er in vorgeschriebener Weise betet, fastet, spendet, die Pilgerfahrt unternimmt und gute Taten vollbringt. Gerade durch das Praktizieren des Islam wird die Seele des Gläubigen geläutert und er kommt näher zu Allah. Jesus ist nicht für unsere Sünden am Kreuz gestorben, denn niemand trägt die Verantwortung für einen anderen Menschen. Die Muslime glauben an den göttlichen Ursprung des Alten und Neuen Testaments, wobei sie allerdings die historische Einheit einiger Teile des Alten und Neuen Testaments bezweifeln. Die ursprüngliche Offenbarung Gottes wurde durch Menschenhand gefälscht - der Koran aber ist das unverfälschte Wort Gottes.

 

Jeder Mensch begeht Fehler und Sünden. Allah, der Allvergebende, verzeiht uns und lässt uns Seine Barmherzigkeit zuteil werden, wenn wir irregehen und Ihn dann aufrichtig um Verzeihung bitten.

 

Der Muslim glaubt an die Engel und an die Propheten, Friede sei mit ihnen. Er glaubt an die Wiederauferstehung der Toten am Jüngsten Tag; er glaubt an den Tag des Gerichts, an das Ewige Leben im Paradies oder in der Hölle und an die Vorherbestimmung Allahs.

 

 

Allah ist ALLMÄCHTIG und die gesamte Schöpfung ist Ihm absolut untertan, gleichzeitig hat Allah den Menschen mit freiem Willen und der Fähigkeit, entsprechend zu wählen und zu handeln erschaffen, und Allah macht den Menschen in vollkommener Gerechtigkeit verantwortlich für das, was er zu seinen Lebzeiten tut. Es ist falsch zu behaupten, dass der Islam seine Anhänger lehrt, sich unterwürfig und tatenlos in das zu ergeben, was immer ihr Schicksal oder ihre Bestimmung sein mag. Stattdessen muss jeder Muslim gegen Unrecht ankämpfen und sich mit allen Kräften für die Aufrechterhaltung von Gerechtigkeit einsetzen.

 

 

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Er ist Allah, außer Dem kein Gott ist; Er ist der Kenner des Verborgenen und des Sichtbaren. Er ist der Allerbarmer, der Barmherzige. (22) Er ist Allah, außer Dem kein Gott ist; Er ist der Herrscher, der Einzig Heilige, der Friede, der Verleiher von Sicherheit, der Überwacher, der Allmächtige, der Unterwerfer, der Erhabene. Gepriesen sei Allah über all das, was sie (Ihm) beigesellen. (23) Er ist Allah, der Schöpfer, der Bildner, der Gestalter. Ihm stehen die Schönsten Namen zu. Alles, was in den Himmeln und auf Erden ist, preist Ihn, und Er ist der Erhabene, der Allweise. (24)  (Koran 59:22-24)